Was sich seit geraumer Zeit schon abgezeichnet hatte und länger befürchtet wurde, ist nun eingetreten. Die Gaststätte „Op de Eck“ mit den Wirtsleuten Andy und Gitta Reinz hat seine Pforten geschlossen. Damit verliert Hoisten nicht nur einen für den Ort, die Vereine, Schützencorps und Schützenzüge notwendigen Versammlungsort, sondern die St. Hubertus-Schützenbruder Hoisten auch ihren Luftgewehrschießstand. Über viele Jahre haben die St. Hubertus-Schützenbruderschaft Hoisten, die einzelnen Corps und
verschiedene Schützenzüge hier ihre Pokalschießen abgehalten und die Jungschützen Trainingseinheiten absolvieren und ihre Repräsentanten ermitteln können. Nachdem bereits seit Anfang 2020 Corona den Schießbetrieb unmöglich machte, entfällt die Möglichkeit diesen Sport überhaupt zu betreiben zunächst einmal in Hoisten. Auch wenn bisher das sportliche Wettkampfschießen in Hoisten nicht so im Mittelpunkt stand, so
waren die Schießen doch ein wichtiger Teil des Vereinslebens und der Geselligkeit. Und wenn die Schießkünste nicht unbedingt zur Deutschen Meisterschaft reichten, so lösten die Schießen doch ein gewisses Wettkampffieber zwischen den Zügen und Corps aus. All dies hat jetzt zunächst Mal ein Ende. Am 09.01.2021 hatten die Schießleiter unter der Führung vom 1. Schießleiter Andreas Helten und 2. Schießmeister Tim Gudenkauf die traurige Aufgabe, die Schießstandeinrichtung aus der Gaststätte abzuholen und einzulagern. Ob es an dieser Stelle wieder einen Schießbetrieb geben wird, hängt letztlich davon ab, ob es gelingt neue Wirtsleute für die Traditionsgaststätte zu finden und ob diese dann ein Interesse haben wieder einen Schießstand dort mit einzurichten.
Da es gewisse bauliche Anforderungen an einen solchen Schießstand gibt, ist die Suche und Schaffung einer alternativen Schießmöglichkeit nicht ganz so einfach. Schon seit längerem beschäftigt sich der Vorstand der St. Hubertus Schützenbruderschaft mit diesem Thema. Angefangen
bei der Suche nach Kooperationspartnern bis hin zum Bau eines eigenen Schützenhauses mit integriertem Schießstand. Ein Scheitern der Überlegungen wäre fatal, da damit der Schießsport und damit ein Teil des Schützenwesens in Hoisten zum Erliegen kommen würde. Allerdings zeichnet sich am Horizont ein Lichtstreif ab. So will der Hoistener Sportverein, die DJK Germania Hoisten eine kleine Mehrzweckhalle auf der Bezirkssportanlage errichten, die die Möglichkeit bietet, in dieser einen mobilen Schießstand, der für den Schießbetrieb auf- und abgebaut
werden müsste, unterzubringen. Hierüber haben beide Vereinsvorstände intensive Gespräche geführt, die einen sehr positiven Verlauf genommen haben. So hat die DJK klar zum Ausdruck gebracht, dass sie dem Schießsport eine Heimat geben möchte und die St. Hubertus-Schützenbruderschaft, dass sie gerne dieses Angebot annehmen möchte. Zu diesem schnellen Konsens hat sicherlich mit beigetragen, dass viele Schützen auch gleichzeitig Mitglied der DJK sind und somit beide Vereine eng mit einander verflochten sind. Als nächstes steht nun an, dass ein Team der Schießleiter Kontakt mit einem Schießstandsachverständigen aufnimmt und klärt, wie ein solcher Schießstand aussehen kann und welche Materialien verwendet werden müssen. Mit der hieraus resultierenden Planung können dann die Kosten ermittelt und die Finanzierung geklärt werden. Denn eins ist sicher; zum Nulltarif ist ein solcher Schießstand nicht zu haben.

Auf jeden Fall sind nun zunächst einmal die Weichen dahingehend gestellt, dass in Hoisten zukünftig auch wieder Schießsport betrieben werden kann. Und dann vielleicht dann auch noch etwas intensiver als bisher. Und wer weiß? Vielleicht klappt es dann auch mit der Deutschen Meisterschaft.

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