Vielen Menschen verbinden mit dem Schützenwesen das Schützenfest und Geselligkeit. Dass war´s. Dies ist jedoch ein Irrglaube. Zunächst einmal sind Bruderschaften, wie die St. Hubertus-Schützenbruderschaft 1653 Hoisten e.V., Vereine, die dem katholischen Vereinsrecht unterliegen. So ist beispielsweise der Pastor oder ein anderer Seelsorger der Gemeinde, in
der die Bruderschaft beheimatet ist, Präses der Bruderschaft und somit automatisch Mitglied des Vorstandes. Natürlich feiern wir Schützenfest und dass auch gerne. Aber eben nicht nur. Zu den Aufgaben einer Bruderschaft gehört auch die Förderung und Unterstützung der christlichen
Kultur. Dies kommt u.a. anderem dadurch zum Ausdruck, dass ein Teil der Messen mit von der Bruderschaft gestaltet wird und sie sich auch anderweitig am Gemeindeleben beteiligt. Die wichtigste und feierlichste Messe, die von der Bruderschaft gestaltet wird, ist sicherlich die sonntägliche Schützenfestmesse, in der unserer neuer Schützenkönig gekrönt und das Königssilber gesegnet wird. In den Messen am Schützenfestmontag und auf Spätkirmes wird insbesondere nochmals den verstorbenen Mitgliedern gedacht. Am Schützenfestsamstag erfolgen zum Gedenken die Gefallenen und in den Kriegen gestorbenen Hoistenerinnen und Hoistenern ein Zapfenstreich und die Kranzniederlegung am Ehrenmal an unserer Pfarrkirchen St. Peter. Aber nicht nur auf Schützenfest und Spätkirmes sind die Messen ein fester Bestandteil von Veranstaltungen der Bruderschaft. Den Auftakt zu den Feierlichkeiten unseres Patronatstages
und zum Königs- und Seniorentreffen bilden ebenfalls Messen.
Versammlungen, seien es Vorstands- oder Mitgliederversammlungen, beginnen immer mit einem geistlichen Wort und Gebet, um sie unter den Segen Gottes zu stellen. An Fronleichnam begleiten die Schützen die Prozession mit den Fahnen der Bruderschaft und Corps und der Zug des amtierenden Schützenkönigs trägt den Baldachin. Darüber hinaus
trägt die Bruderschaft die Kosten für die die Prozession begleitende Musikkapelle, die auch bei der anschließenden Abschlussveranstaltung für die Gemeinde aufspielt. Ebenso ist die Bruderschaft bei der Gestaltung des alljährlich im Januar stattfindenden Ewigen Gebetes beteiligt, in dem sie dort, neben anderen kirchlichen Vereinigungen, einen Teil des Gebetes gestaltet und durchführt. Das Jahr 2020 führte zu weiterem Engagement der Bruderschaft. Aufgrund der Corona-Pandemie und den daraus resultierenden Einschränkungen bei den Messen, sollte den Gläubigen an Ostern und den Weihnachtsfeiertagen die Möglichkeit gegeben werden, die
Kirche in den Nachmittagsstunden besuchen zu können. Da die in diesen Zeiten die Kirche nicht über einen längeren Zeitraum unbeaufsichtigt sein sollte, war die Organisation eines Wachdienstes notwendig. Innerhalb kürzester Zeit meldeten sich eine Vielzahl von Schützen und deren Familien, die sich bereit erklärten entsprechende Dienst zu übernehmen, sodass die Kirche in den zusätzlichen Öffnungszeiten durchgehend besucht werden konnte. Diese nicht abschließende Aufzählung zeigt hoffentlich, dass wir eben nicht nur ein feierwütiger Verein sind, sondern doch etwas mehr. Unser Schützenfest ist sicherlich sehr öffentlichkeitswirksam, viele Dinge geschehen halt aber auch im Stillen.


Marcus Baumgarth

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